Vier Milliarden
Euro gehen jedes Jahr in ganz Europa durch unzureichende Produktverfügbarkeit
verloren. Diese Zahl wurde bei der ECR-Konferenz in Brüssel
Anfang des Jahres häufiger genannt. Daher ist die Produktverfügbarkeit
für den Einzelhandel ein Thema.

Vielleicht liegt es
an der erfolgreichen Aufrechterhaltung einer hohen Produktverfügbarkeit
und Öffnungszeiten rund um die Uhr, dass die Erwartungen
der Kunden noch weiter gestiegen sind. Was immer die Käufer
erwerben möchten, sie erwarten, den Artikel im Regal vorzufinden.
Mit jedem nicht verfügbaren Produkt verliert der Einzelhändler
nicht nur ein Teil seines Umsatzes, auch der Kunde wird unzufrieden
sein, wenn er den gewünschten Artikel nicht vorfindet. Zu
viele Nullbestände, insbesondere bei den bevorzugten, regelmäßigen
Käufen eines Kunden, könnten diesen dazu bewegen, zur
Konkurrenz zu gehen.
Daher ist es nicht
verwunderlich, dass die Verbesserung der Produktverfügbarkeit
zum Heiligen Gral der Einzelhändler geworden ist, die eine
Antwort in der Technologie suchen. Verbesserungen in der Supply-Chain-Effizienz
haben eine wichtige Rolle bei der erhöhten Warenpräsenz
gespielt. Aber nur zu häufig wird die Bestandssichtbarkeit
auf den letzten 50 Metern vom Anlieferfahrzeug zum Regal ungenau
und es treten Probleme auf. Absatzchancen werden nicht genutzt,
nicht etwa weil die Waren nicht im Laden sind, sondern lediglich
aus dem Grund, dass sie nicht im Regal stehen. Vielleicht wurde
ein Karton im Lager an den falschen Ort gestellt oder ein Transportkorb
irrtümlicherweise an der Laderampe vergessen.
Internet-fähige
Handheld-Computer, z.B. der Intermec 700 Color, und drahtlose
In-Store-Netzwerke können einen reibungslosen Datenaustausch
in Echtzeit ermöglichen und sind eine leistungsfähige
Plattform für wesentliche Verbesserungen der Warenpräsenz.
Das Lagerpersonal kann Nullbestände verhindern, da problematische,
papierbasierte Systeme überflüssig werden und die Mitarbeiter
einen hundertprozentigen Überblick in Echtzeit über
die Waren haben.
Der britische Einzehländler
Tesco gehörte zu den ersten Unternehmen, die große
Investitionen in diese Technologie tätigten und umgehend
die Früchte ernteten. Alle Auffüllarbeiten bei Tesco
sind jetzt automatisiert. Zuvor war die Bestandsaufnahme eine
Routine, bei der die Mitarbeiter durch den Verkaufsraum gingen
und jeden Nullbestand prüften. In einem dritten Arbeitsschritt
wurde sichergestellt, dass sich der leere Bereich der Verkaufsfläche
auch richtig in den Systemen widerspiegelt. Somit waren die Mitarbeiter
auf der Verkaufsfläche beschäftigt, führten dort
ihre Tätigkeiten aus, gingen dann zu den Büroräumen,
gaben die Informationen in das System ein und antworteten auf
die Anforderungen des Systems. Sie verbrachten ebensoviel Zeit
im Büro wie bei der Tätigkeit selbst.
Mit Handheld-Geräten
können die Mitarbeiter nun die geplanten Bestandsaufnahmen
durchführen und gleichzeitig das Regal scannen, in dem Ware
fehlt. Sie erhalten sofort Informationen, mit denen festgestellt
werden kann, warum ein Produkt vergriffen ist. Außerdem
erhalten sie zeitgleich Zugriff auf das System, damit sie entsprechende
Schritte zur Problembehebung einleiten können.
Diese Technologie trägt
nicht nur dazu bei, Nullbestände zu verhindern – auch
die Mitarbeiter sind produktiver, da sie Informationen erfassen,
Probleme erkennen und gleichzeitig lösen können.
Für Tesco liegen
die Vorteile auf der Hand. Philip Robbins-Jones, IT Strategic
Development Director bei Tesco, erklärt: „In den Läden,
in denen wir die Handheld-Endgeräte von Intermec eingeführt
haben, konnten wir die Produktverfügbarkeit um 1 bis 2 %
verbessern.“
Er fügt hinzu:
„Unsere Mitarbeiter können 40 % effektiver arbeiten
im Hinblick auf die Aufstockung von Nullbeständen und die
Sicherstellung der genauen Preisauszeichnung.“
Weitere europäische
Einzelhändler implementieren derzeit die Intermec 700 Color-Handhelds
und drahtlose Netzwerke, um die Produktverfügbarkeit zu erhöhen.
Durch Einsatz der Handheld-Geräte im Zusammenhang mit einer
Web-fähigen Plattform können sie die Technologie auch
nutzen, um mehrere Aspekte ihres Geschäfts zu verbessern
– von Preiskontrollen bis hin zum Angebot von Personal Shopper-Geräten
für Kunden.
Von Stuart
Scott, Director of Marketing & Business Development, EMEA